Landschaft bei Riva am Gardasee

Landschaft bei Riva am Gardasee

Künstler
Camille Corot
Datierung
1835
Mehr über das Werk
Im September 1834 war Corot in Desenzano, einem damals kleinen Dorf am Südufer des Gardasees. Am Ufer von Riva, an die Nordspitze des Sees, entstand jene kleine Ölskizze (St. Gallen, Kunstmuseum), auf deren Grundlage Corot ein Jahr später in seinem Pariser Atelier das vorliegende große Gemälde ausgeführt hat, das im selben Jahr, 1835, im Salon ausgestellt wurde. Corot, der selbst genau zwischen einer Naturstudie vor Ort und einer Komposition im Atelier unterschied, zeigt hier eine im Atelier komponierte Landschaft. Gegenüber der Skizze hat er kleine kompositorische Veränderungen vorgenommen. Im Vordergrund fügte er als belebende Akzente der Wasseroberfläche Seerosen und Schilfrohr ein. Um die Asymmetrie der Landschaft durch die gewaltige dunkle Felswand rechts abzuschwächen und die Ausdehnung in die Tiefe zu verstärken, setzte er als Gegengewicht auf die linke Seite eine vom Bildrand überschnittene steile Felsformation. Die gesamte rechte Bildhälfte ist in der Plastizität der kubischen Felsen stärker ausgearbeitet, die mächtige Wand sowie das Sanktuarium sind nicht mehr schräg von der Seite, sondern fast von vorn gesehen wiedergegeben. In der rechten Ecke fügte er eine kleine, den Betrachter anblickende Figur ein. Obwohl das Kolorit der Münchner Fassung von kühler Tonigkeit ist, wobei sich die Kontraste von Hell und Dunkel stark ausprägen, bleibt die lyrische Stimmung des endenden Tages, wie Corot sie in seiner Skizze vor Ort festgehalten hat, erhalten.
Ausgestellt
Nicht ausgestellt
Inventarnummer
14581
Geburtsjahr des Künstlers
1796
Sterbejahr des Künstlers
1875
Maße des Objekts
98,6 x 141,5 cm
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Leinwand
Gattung
Malerei
Referat
19. Jahrhundert
Herkunft
1978 aus dem Kunsthandel erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

Folgende Kunstwerke könnten Sie auch interessieren: