Ruinen in der Abenddämmerung (Kirchenruine im Wald)

Ruinen in der Abenddämmerung (Kirchenruine im Wald)

Datierung
um 1831
Mehr über das Werk
Das Motiv der Ruine ist in der Romantik ein allgemein bekanntes Bildsymbol für die Vergänglichkeit irdischer Werte. Helmut Börsch-Supan stellt einen Katalog der hier von Friedrich verwendeten Symbole auf: »Die Ärmlichkeit der Hütte bedeutet die rasche Vergänglichkeit des Lebens und der Werke des Menschen. Das gilt, was durch die Ruine ausgedrückt wird, auch für die großen Leistungen früherer Epochen. Die beiden Baumstümpfe sind ein Memento mori. Eine absterbende, teilweise ausgehöhlte Eiche als das Symbol einer heidnischen Lebenshaltung neigt sich über die Hütte und droht auf diese herabzustürzen. Im Hintergrund ist der Eiche der Tannenwald als Symbol der gläubigen Christenheit gegenübergestellt. Das kleine Feuer ist ein Sinnbild des Glaubens, der die irdische Dunkelheit erhellt und erwärmt. Der Mond, der noch durch die wohl als Kirchenruine gemeinten Mauerreste verdeckt wird, symbolisiert Christus. Es wird die Vorstellung suggeriert, als steige der Mond bald über der Ruine auf. Dieses Verhältnis von Ruine und Mond dürfte als Kritik an der Kirche zu verstehen sein.« Auch wenn man dem nicht in allen Einzelheiten folgen will, so dürfte doch die Richtung der Interpretation Friedrichs Intention entsprechen.
Ausgestellt
Nicht ausgestellt
Inventarnummer
9872
Geburtsjahr des Künstlers
1774
Sterbejahr des Künstlers
1840
Maße des Objekts
70,5 x 49,7 cm
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Leinwand
Gattung
Malerei
Referat
19. Jahrhundert
Herkunft
1933 im Tausch aus dem Kunsthandel erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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