Der sterbende Valentin

Der sterbende Valentin

Künstler
Eugène Delacroix
Datierung
um 1826
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Delacroix zeigt hier in dunkel-realistischen Zügen die Szene »Nacht, Straße vor Gretchens Tür« aus dem ersten Teil von Goethes »Faust«. Bereits 1821 setzte sich Delacroix mit den »Faust«-Stichen des Goethe-Illustrators Moritz von Retzsch auseinander. 1825 sah er in London eine musikalische Aufführung des romantischen Melodrams »Faustus« von George Soane und Daniel Terry, die ihn, wie er selbst äußerte, sehr beeindruckte. Noch im selben Jahr begann er mit einer Folge von 18 Lithographien zu Albert Stapfers französischer Ausgabe von Goethes »Faust« und schloss diese 1828 ab. Auch das vorliegende Gemälde entstand während dieser Periode. Delacroix muss den Text von Goethe genau gekannt haben, da er mehrere Varianten zu verschiedenen Situationen dieser Szene geschaffen hat. Valentin, der die Entehrung der Schwester rächen will, fällt durch Mephistos Eingreifen im Kampf mit Faust. Während zwei Lithographien das Duell selbst und die Flucht Fausts und Mephistos zeigen, ist auf dem Münchner Gemälde der kurze Augenblick zwischen der Flucht Mephistos und Fausts, dem Sturz Valentins und dem Erscheinen Gretchens dargestellt. Im Vordergrund liegt der Degen Valentins als Beweis des stattgefundenen Kampfes. Das wesentlich größere Bild in der Kunsthalle Bremen von 1847 schildert den unmittelbar anschließenden Vorgang. Gretchen ist vor ihren Bruder getreten, das Volk hat sich um Valentin versammelt, der die Hand gegen seine Schwester zum Fluch erhoben hat.
Ausgestellt
Nicht ausgestellt
Inventarnummer
14248
Geburtsjahr des Künstlers
1798
Sterbejahr des Künstlers
1863
Maße des Objekts
32,5 x 24,3 cm
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Leinwand
Gattung
Malerei
Referat
19. Jahrhundert
Herkunft
1971 als Vermächtnis von Theodor und Woty Werner erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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