Frühling im Wienerwald

Frühling im Wienerwald

Datierung
um 1860
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Sieben Kinder vergnügen sich in einem Waldstück, das sich in ein kleines Tal öffnet. Die Buchen sind noch unbelaubt, ein Netz von Ästen und Zweigen vor dem blauen Himmel übersät mit eben aufspringenden Blattknospen. Die Sonne hat noch wenig Kraft, die kleinen Mädchen, warm bekleidet, pflücken Veilchen, die am Boden versteckt wachsen, ordnen sie zu kleinen Sträußen und eine, die größte, reicht einen davon den zwei Buben. Der kleinere, pausbäckig, nimmt das Geschenk lachend entgegen, der größere mit dem geschulterten Reisigbündel und den Händen in den Hosentaschen, scheint eher verlegen. Es ist die Nuance einer Andeutung, unendlich zart, aber pointiert im Augenblick erfasst und festgehalten, im Gleichklang heranwachsenden menschlichen Lebens und der erwachenden Natur sorgsam aufeinander abgestimmt, hier individuell beobachtend in der Nachfolge frühromantischer Bilderfindung. Das Gemälde gehört zu einer Gruppe zwischen 1858 und 1865 entstandener Bilder, die das Thema leicht variieren. Eines davon, mit Schneeresten am Boden, ist 1861 datiert und gehört der Österreichischen Galerie in Wien.
Ausgestellt
Nicht ausgestellt
Inventarnummer
9324
Geburtsjahr des Künstlers
1793
Sterbejahr des Künstlers
1865
Maße des Objekts
54,2 x 67,9 cm
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Laubholz
Gattung
Malerei
Referat
19. Jahrhundert
Herkunft
1926 aus dem Kunsthandel erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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