Die Lebensmüden

Die Lebensmüden

Künstler
Ferdinand Hodler
Datierung
1892
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Ferdinand Hodlers Gemälde "Die Lebensmüden" ist ein Bild, das Anstoß erregte. Der harte Realismus der Figuren wie die Frontalität der Darstellung ließen das Gemälde auf Ablehnung beim Publikum stoßen, während die Kunstkritik erst nach und nach die Radikalität der Komposition zu würdigen vermochte. Denn der vertikale Parallelismus, der, wie auch in dem Berner Bild "Die enttäuschten Seelen", den Betrachter zur Ansicht von fünf nebeneinander aufgereihten Greisen zwingt, formulierte eine Bildsprache, deren formaler Rigorismus unversöhnlich und abweisend erscheinen musste. Dabei ist auch das Thema bereits eine Zuspitzung und Reduzierung aus den traditionellen Lebensalterdarstellungen, welche allerdings die Tragödie des vergehenden Menschen noch mit der Hoffnung des neuen Lebens verbinden. Nichts davon gibt es jedoch bei Hodler, der die Lebensmüden noch in der Gleichartigkeit der Haltungen und in der Symmetrie des Bildaufbaus zum ornamentalen Fries verhärtet.
Ausgestellt
AP EG Saal III
Inventarnummer
9446
Geburtsjahr des Künstlers
1853
Sterbejahr des Künstlers
1918
Maße des Objekts
149,7 x 294,0 cm
Material / Technik / Bildträger
Öltempera auf Leinwand
Gattung
Malerei
Referat
19. Jahrhundert
Herkunft
1927 aus dem Kunsthandel erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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