Die Spinnerinnen von Fondi

Die Spinnerinnen von Fondi

Datierung
1845
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Über die Entstehung dieser großen Komposition wird vom Künstler selbst berichtet: »Nachdem ich in Neapel vor dem Portal der Erlöserkirche eine Gruppe von Spinnerinnen gesehen hatte, machte ich aus diesem Motiv dadurch ein Bild, dass ich einen jungen Hirten hinzufügte, der das Schicksal eines in einer Wiege liegenden Kindes voraussagte. Bei der Rückkehr von Neapel unterbrach ich in Fondi. Ich sah neben der Tür der Kapelle eine schöne Frau, die nähte. Um sie waren zwei weitere junge Mädchen. Ich begann eine Skizze zu machen, und als ich gerade beim Zeichnen war, kam der Ehemann in großer Wut herbei, weil ich seine Frau zeichnete. Ich wollte eingreifen, aber ich musste mich zurückziehen. Eine der Frauen sagte mir, dass er mir sonst einen Messerstich versetzen würde. Jedenfalls benutzte ich meine Zeichnung für die Frauengruppe.« In seiner leuchtenden Farbigkeit und harmonischen Figurenkomposition ist das Genre ein charakteristisches Beispiel für die neue Richtung der Malerei des jungen Belgiers, die damals in Deutschland begeistert aufgenommen wurde. Im Jahr seiner Vollendung war es dann sofort auf der Brüsseler Kunstausstellung zu sehen und in Schorns Kunstblatt (1845, S. 400) besprochen.
Ausgestellt
Nicht ausgestellt
Inventarnummer
WAF 696
Geburtsjahr des Künstlers
1787
Sterbejahr des Künstlers
1869
Maße des Objekts
147,5 x 186,5 cm
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Leinwand
Gattung
Malerei
Referat
19. Jahrhundert
Herkunft
1851 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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