Ignaz von Döllinger

Ignaz von Döllinger

Künstler
Franz von Lenbach
Datierung
1874
Mehr über das Werk
Johann Joseph Ignaz von Döllinger (1799-1890) war Theologe und Professor für katholische Kirchengeschichte in München. 1871 wurde er wegen seiner Rom- und jesuitenfeindlichen Haltung exkommuniziert. Besonders kämpfte er gegen das Unfehlbarkeitsdogma des Papstes, wodurch er zum geistigen Urheber des Altkatholizismus wurde, ohne dieser Kirche selbst anzugehören. Trotz dieser Zwistigkeiten war Döllinger stets um eine Wiedervereinigung der getrennten Christenheit bemüht. Das Bildnis setzt einen neuen Akzent innerhalb der Porträtkunst Lenbachs. Es zeigt nichts mehr von dem frischen Kolorit seiner frühen Bilder, aber auch nicht die dunkle Farbigkeit der von Rembrandt beeinflussten Porträts. Fast könnte man von einem Verzicht auf Farbigkeit sprechen. Der Farbauftrag ist dünn und lasierend, die Physiognomie mit linearen Mitteln charakteristisch herausgearbeitet. Der starke Realismus des Bildes ist deutlich durch die Fotografie beeinflusst.
Ausgestellt
Nicht ausgestellt
Inventarnummer
7730
Geburtsjahr des Künstlers
1836
Sterbejahr des Künstlers
1904
Maße des Objekts
95,0 x 67,7 cm
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Laubholz
Gattung
Malerei
Referat
19. Jahrhundert
Herkunft
1884 als Schenkung aus Privatbesitz erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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