Vittoria Caldoni

Vittoria Caldoni

Künstler
Friedrich Overbeck
Datierung
1821
Mehr über das Werk
Vittoria Caldoni, die fünfzehnjährige Tochter eines armen Winzers aus Albano, war 1820 von Georg August Kestner »entdeckt« worden. Ihr »über alle Beschreibung schönes Gesicht von vollkommen antiker Bildung« veranlasste ihn, das Mädchen durch die Gesandtin von Reden nach Rom einzuladen, wo sie in der Villa Malta, der damaligen hannoverschen Gesandtschaft, für die Künstler »einige Stunden jeden Tages« zu sehen war. Kestner weiß allein von 44 Porträts dieses Mädchens zu berichten, das die Verkörperung des Schönheitsideals der Zeit gewesen sein muss. Als Porträtisten nennt er, neben Overbeck, Horace Vernet, Heinrich Maria von Hess, Julius Schnorr von Carolsfeld, Bertel Thorvaldsen, Rudolph Schadow, Pietro Tenerani, Johan Niklas Byström u. a. Wie aus einem Brief Schnorrs von Carolsfeld vom 16. November 1821, nachdem er Overbecks Bild gesehen hat, hervorgeht, entsprach nur das Gesicht des Mädchens dem Schönheitsideal: »Das Bild ist nicht sehr groß, dennoch ist das Mädchen in ganzer Figur wenig unter Lebensgröße gemalt. (…) Mit ihrer Gestalt war nichts anzufangen, denn sie ist ganz unansehnlich.« Die kleinere Fassung des Bildes im Von der Heydt-Museum, Wuppertal, gilt allgemein als die unmittelbare Vorstufe der Münchner Fassung. Vittoria heiratete den russischen Maler Gregor Lapcenko, der bereits in Albano erblindet war. Sie lebte später in St. Petersburg mit ihm zusammen.
Ausgestellt
AP EG Saal I
Inventarnummer
WAF 757
Geburtsjahr des Künstlers
1789
Sterbejahr des Künstlers
1869
Maße des Objekts
89,5 x 65,8 cm
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Leinwand
Gattung
Malerei
Referat
19. Jahrhundert
Herkunft
1821 durch Kronprinz Ludwig vom Künstler erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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