Traumdeutung Josephs

Traumdeutung Josephs

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1816 gab der preußische Generalkonsul in Rom, Jakob Ludwig Salomon Bartholdy, den Auftrag, den Festsaal seiner Wohnung im Palazzo Zuccari mit Fresken ausmalen zu lassen. Das Projekt sollte der Förderung der deutschen Künstler in Rom neuen Auftrieb geben. Overbeck, Catel, Veit, Cornelius und Schadow hatten hier die Gelegenheit, erstmals ihre künstlerischen Ideen – die Erneuerung der Kunst im christlich-nationalen Sinne – in einem großen Zyklus biblischer Historienbilder umzusetzen. Als Thema wurde die Geschichte des ägyptischen Joseph gewählt. Schadows Beitrag waren »Jakobs Klage« und »Die Traumdeutung Josephs«. Unsere Ölskizze ging dem im Laufe des Jahres 1817 entstandenen Wandgemälde voraus. Die engelhafte Figur des Joseph entlehnte Schadow einer Zeichnung Overbecks aus dem Jahr 1815. Joseph deutet die Träume zweier eingekerkerter Hofbeamter des Pharao. Ihre Traumgesichte sind in zwei Medaillons an die Rückwand des Kerkers gemalt. Konnte Joseph den Traum des Mundschenks als Zeichen der baldigen Wiedereinsetzung in sein Amt deuten, war mit dem Traum des Bäckers, der sich niedergeschlagen auf einer Bank niedergelassen hat, sein Schicksal – die baldige Verurteilung zum Tode – besiegelt. Nach dem Tod Bartholdys 1825 gab es Bestrebungen, die empfindlichen Fresken aus dem Zimmer zu entfernen; der Verkauf an den preußischen Staat, ihre Abnahme und Überführung nach Berlin gelangen aber erst 1886/87. Heute werden sie in der Alten Nationalgalerie Berlin bewahrt.
Ausgestellt
Nicht ausgestellt
Inventarnummer
9408
Geburtsjahr des Künstlers
1788
Sterbejahr des Künstlers
1862
Maße des Objekts
34,6 x 31,2 cm
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Papier, auf Pappe geklebt
Gattung
Malerei
Referat
19. Jahrhundert
Herkunft
1927 aus dem Kunsthandel erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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