Landschaft bei Maizières

Landschaft bei Maizières

Künstler
Gustave Courbet
Datierung
1865
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Die Umgebung seines Geburtsortes Ornans hat Courbet häufig besucht und immer wieder neue Motive dieser herben Gegend des Jura mit ihren charakteristischen, aus den grünen Matten herausragenden Kalkfelsen gemalt. Eines der frühesten Beispiele, »Les Demoiselles de village d’Ornans« (1851; New York, Metropolitan Museum), gibt den dort hervorgehobenen drei Schwestern des Malers eine zur umgebenden Landschaft lleichgewichtige Bedeutung, während in einer weiteren Fassung desselben Sujets (Leeds, City Art Gallery) die weiter ausgreifende Landschaft den Figuren nur Staffagecharakter belässt. In unserem fast eineinhalb Jahrzehnte später gemalten Bild (mit der Ortschaft Maizières im Schatten des Felsplateaus) übernimmt die Landschaft den Solopart. Nichts lenkt das Auge ab von der großzügig gebauten Struktur des Terrains mit seiner starken Licht-Schatten-Wirkung unter stahlblauem Himmel, sodass dem gewählten Naturausschnitt eine Erhabenheit, wenn nicht etwas Heroisches eignet. Solchen Eindruck verstärkt noch die partienweise gespachtelte Maltechnik, die jede Detailschilderung unterlässt und nur das Große des Natureindrucks vermitteln will. Die Vielzahl der Varianten dieses Motivs lässt an Gedichte seines sozialistisch gleichgesinnten Schulfreundes Max Buchon denken, der die Kalkfelsen um Ornans als »unsere Zitadellen« besang und damit die Selbständigkeit der Franche-Comté gegenüber der Île-de-France hervorhob.
Ausgestellt
AP EG Kabinett 1-3
Inventarnummer
8649
Geburtsjahr des Künstlers
1819
Sterbejahr des Künstlers
1877
Maße des Objekts
50,0 x 65,0 cm
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Leinwand
Gattung
Malerei
Referat
19. Jahrhundert
Herkunft
1912 als Schenkung von Eduard Arnhold und Robert von Mendelssohn im Rahmen der Tschudi-Spende erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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