Johan Christian Dahl

Geburtsjahr 1788

Sterbejahr 1857

Gattungen 19. Jahrhundert

Der Norweger Johan Christian Dahl gehörte zum engsten Freundeskreis Caspar David Friedrichs in Dresden - beide lebten lange Zeit zusammen im selben Haus. Der Einfluss Friedrichs wird in Dahls Kunstauffassung und seiner Hinwendung zu einer stimmungsreich aufgeladenen Landschaftsmalerei bemerkbar. Auch Dahl hatte wie Runge und Friedrich an der Akademie in Kopenhagen studiert. Erst nach einem Italienaufenthalt 1820/21 aber fand er zu einer eigenständigen Form der Malerei, die sich durch eine sichere und freiere Verwendung der Farbe auszeichnet. Die Landschaftsmalerei erlangte im 19. Jahrhundert besondere Bedeutung, weil sie wie keine andere Gattung dem gewandelten Naturgefühl Ausdruck verleihen konnte. Auf langen Wanderungen setzten sich viele romantische Künstler unmittelbar der Naturerfahrung aus. Das Nachempfinden der Schöpfung im Naturerlebnis war Voraussetzung für eine Umsetzung dieses Erlebens in der Kunst. Auch Dahl unternahm gemeinsam mit Caspar David Friedrich einige Wanderungen, auf denen zahlreiche Skizzen entstanden. Berühmt sind Dahls Wolkenstudien. Später im Atelier dienten solche Studien als Anregungen für ein durchkomponiertes Ölgemälde. Die Freilichtmalerei, in der das Ölgemälde direkt unter freiem Himmel in der Natur entstand, sollte jedoch erst nach der Jahrhundertmitte üblich werden.

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