Johann Georg von Dillis

Geburtsjahr 1759

Sterbejahr 1841

Gattungen 19. Jahrhundert

Georg von Dillis hat nicht nur als einfühlsamer Porträtist der bayerischen Landschaft Bedeutung erlangt, sondern vor allem durch seine Tätigkeit als Inspektor der Münchner Hofgartengalerie und Direktor der Zentralgemäldegalerie unter den Königen Max I. Joseph und Ludwig I. Während der Amtszeit Dillis' wurden die von Napoleon geraubten Kunstschätze zurückgeführt, die Düsseldorfer, Mannheimer und Zweibrücker Galerien mit den Münchner Beständen der kurfürstlichen Galerie vereinigt, die Erwerbungen aus dem Säkularisationsgut integriert und nicht zuletzt die neu errichtete Alte Pinakothek eingerichtet. Wichtige Ankäufe wurden von Dillis begleitet, so die Erwerbung der Sammlungen Boisserée und Wallerstein mit bedeutenden Werken der spätmittelalterlichen Malerei durch Ludwig I. Als Kunstagent und Sammlungsdirektor nahm er maßgeblichen Einfluss auf Neuordnung und weitere Entwicklung der Bestände. Auch als Künstler leistete Dillis, der eigentlich Theologie und Philosophie studiert hatte, Bedeutendes. Bereits in den Jahren um 1800 malte er zu privaten Zwecken Ölskizzen und Aquarelle vor der Natur und nahm so wichtige Entwicklungen des 19. Jahrhunderts vorweg. Während seine frühen Gemälde, vor allem italienische Landschaften, noch spätbarocken Kompositionsschemata verhaftet sind, löste er sich später immer mehr von den Vorgaben idealistischer Theorie und schuf charakteristische, der Wirklichkeit verpflichtete Landschaftsporträts.

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