Blick von der Villa Malta auf Sankt Peter

Blick von der Villa Malta auf Sankt Peter

Datierung
1818
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Mit dem Blick auf Sankt Peter findet die Folge ihren Abschluss. An die Stelle einer Balance zwischen topographischer Anschaulichkeit und malerischer Lichtwiedergabe tritt hier das Interesse an der Darstellung von hellem, gelb-goldenem Licht. Ein vierter Blick nach Nordosten über den Garten der Villa und mit dem Soracte im Hintergrund ist als lavierte Kreidezeichnung im Dillis-Nachlass erhalten, wurde aber nicht als Ölstudie ausgeführt. Dillis' Ölstudien nehmen im Kontext der Rom-Ansichten deutscher Künstler eine Sonderstellung ein. In ihrer Konzentration auf die Wiedergabe des Dialogs flüchtiger Elemente mit der Topographie der Stadt sind sie mit zeitgleichen französischen Entwicklungen im Bereich der Freilichtmalerei vergleichbar. Sie markieren damit eine Extrempositionen in der Auseinandersetzung mit der Stadt auf der Achse zwischen offizieller Repräsentation und privater, künstlerischer Praxis. Die Stabilisierung des Bekannten und die Hinwendung zum Flüchtigen, Gegenwärtigen beschreiben zwei Umgangsweisen mit der Ewigen Stadt in der Goethezeit.
Inventarnummer
11468
Geburtsjahr des Künstlers
1759
Sterbejahr des Künstlers
1841
Maße des Objekts
28,2 x 43,1 cm
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Papier, auf Leinwand geklebt
Gattung
Malerei
Referat
19. Jahrhundert
Herkunft
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Sammlung Schack München

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