Kalksteinsammlerinnen im Isarbett bei Tölz

Kalksteinsammlerinnen im Isarbett bei Tölz

Künstler
Joseph Wenglein
Datierung
1883
Mehr über das Werk
Das Gemälde gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen nicht nur im OEuvre von Joseph Wenglein, sondern der Münchner Landschafterschule überhaupt. Die grandiose Urstromlandschaft der Isar zeigt sich im fahlen Tageslicht, des von dichten Föhnwolken bedeckten Himmels, die Luft scheint warm und schwer, wobei das stehende Wasser zwischen den Kiesbänken diese stimmungsvolle Wolkensituation bewegungslos widerspiegelt. Bewegung vermittelt sich nur im Tun der Kalksteinsammlerinnen, die ihrer schweren Tagelöhnerarbeit nachgehen. Über ihren Röcken tragen sie weite Pluderhosen aus grobem Tuch, Hüte schützen vor Sonne und Unwetter. Die schlecht bezahlte Arbeit der »Klauberinnen« war immer Frauen vorbehalten. Die ersten Kalköfen im Tölzer Raum sind bereits im 14. Jahrhundert nachgewiesen, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als Wenglein sich des Themas auf diese völlig eigenständige Weise annahm, war der soziale Aspekt nicht zu übersehen, darin in etwa vergleichbar den drei Jahrzehnte früher entstandenen »Steinklopfern« von Gustave Courbet oder anderen Werken einzelner Meister der Schule von Barbizon.
Ausgestellt
Nicht ausgestellt
Inventarnummer
7725
Geburtsjahr des Künstlers
1845
Sterbejahr des Künstlers
1919
Maße des Objekts
136,0 x 209,0 cm
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Leinwand
Gattung
Malerei
Referat
19. Jahrhundert
Herkunft
1883 auf der internationalen Kunstausstellung im Münchner Glaspalast erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

Folgende Kunstwerke könnten Sie auch interessieren: