Die Wäscherinnen

Die Wäscherinnen

Künstler
Paul Sérusier
Datierung
1891
Mehr über das Werk
Ein Jahr nach der »Bretonin auf dem Weg zum Waschplatz« hat Sérusier erneut das Thema der Wäscherinnen aufgegriffen. Das schmale Hochformat und die Schlankheit der beiden Mädchen unterstützen das Motiv des Bergansteigens. Vor den entfernten Hügeln liegt ein weites Wiesental. Darüber wölbt sich bedeckter Himmel. Der Anschluss an Gauguins flächenhaft-dekorative Malerei erreicht nun, in dem Jahr, als der Meister nach Tahiti aufbrach, seinen Höhepunkt. Gegenüber dem früheren Wäscherinnenbild ist es erheblich strenger aufgebaut. Jegliche Andeutung atmosphärischer Tiefe ist nun flächiger Projektion gewichen. Sérusier strebt nach rigoroser Formvereinfachung; der Farbauftrag wirkt spröde, das Kolorit abgedunkelt. Stand zuvor das Einswerden von Natur und Figur im Zentrum seines künstlerischen Interesses, ist hier beides bewusst gegeneinandergesetzt, wobei der figürliche Part aber ganz entschieden das Hauptgewicht erhält. Obgleich es sich in beiden Fällen um »Arbeitsbilder« handelt, fehlt im ersten Bild doch jeder sozialkritische Unterton; nun treten, zusätzlich unterstützt durch die düstere Stimmung, die Mühsale des menschlichen Daseins im wörtlichen Sinne in den Vordergrund.
Ausgestellt
Nicht ausgestellt
Inventarnummer
12221
Geburtsjahr des Künstlers
1864
Sterbejahr des Künstlers
1927
Maße des Objekts
81,3 x 45,5 cm
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Leinwand
Gattung
Malerei
Referat
19. Jahrhundert
Herkunft
1955 als Vermächtnis aus Privatbesitz erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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