Allegorie der Tugend
Frans Francken d. J. (1581-1642)

Allegorie der Tugend,

um 1630/31
Material / Technik / Bildträger
Eichenholz
Maße des Objekts
50,5 x 76,3 cm
Ausgestellt
Nicht ausgestellt
Gattung
Malerei
Inventarnummer
860
Erwerb
Aus der Kurfürstlichen Galerie München
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Staatsgalerie im Schloss Johannisburg Aschaffenburg
Zitiervorschlag
Frans Francken d. J., Allegorie der Tugend, um 1630/31, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Staatsgalerie im Schloss Johannisburg Aschaffenburg, URL: https://www.sammlung.pinakothek.de/de/artwork/A9xlK914Wv (Zuletzt aktualisiert am 04.09.2023)
Über einer großen Menschenmenge schwebt eine Frauengestalt mit entblößten Brüsten, federgeschmücktem Helm und einem Schwert in ihrer Hand. Von Jupiter, begleitet von seinem Attribut, dem Adler, wird sie in den Olymp gezogen. Sie taucht noch an zwei weiteren Stellen im Gemälde auf: Am linken Bildrand ist sie schemenhaft unter weiteren Menschen zu erkennen, die sich vor einem Tempel versammelt haben und nun eine Anhöhe emporschreiten, auf eine von hellem Licht erleuchtete Lücke in den Wolken zu. Am rechten Bildrand sitzt sie als Standbild auf einem Postament, mit einem langen Stab und einer Weltkugel unter ihrem rechten Fuß. Auch hier ist sie von Menschen umlagert, die aber drohend ihre Fäuste heben. Das Gemälde stellt verschiedene Verhaltensweisen einander kontrastierend gegenüber: In der linken Bildhälfte stehen diejenigen, die dem Pfad der Tugend und der Ehre folgen, symbolisiert durch den Tempel und den zu den Wolken führenden Weg, den lasterhaften Menschen gegenüber. Diese haben sich in der Nähe eines Tümpels versammelt. Dort sitzen einige am Ufer, trinken und übergeben sich oder gehen mit Waffen aufeinander los. Der weinende, wohl seine Sünden bereuende Mann im Vordergrund leitet zu der großen Menschenmenge über. Diese repräsentiert die verschiedenen Stände; neben Soldaten sind Philosophen, Geistliche und Fürsten zu sehen. Zwei Frauen mit Kindern bei einem Sack voller Geld und einem kostbaren Gefäß deuten an, dass die Tugend bereits zu Lebzeiten buchstäblich Früchte trägt.