Der Maler Sattler mit Dogge
Wilhelm Leibl (1844-1900)

Der Maler Sattler mit Dogge,

um 1870/71
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Holz
Maße des Objekts
71,7 x 62,2 cm
Ausgestellt
Nicht ausgestellt
Referat
19. Jahrhundert
Gattung
Malerei
Inventarnummer
8579
Erwerb
1910 aus dem Besitz von Wilhelm Trübner erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München
Zitiervorschlag
Wilhelm Leibl, Der Maler Sattler mit Dogge, um 1870/71, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München, URL: https://www.sammlung.pinakothek.de/de/artwork/Qm45Qzj4No (Zuletzt aktualisiert am 19.06.2023)
Der »sehr unstete« Maler Johann Ernst Sattler (1840 –1923), ehemaliger Pilotyschüler und Freund Adolf von Hildebrands, Konrad Fiedlers und Hans Thomas, wird in der Intimität seines Zimmers aufgesucht. Eingehüllt in ein warmes Hell-Dunkel, ordnen sich Herr und Hund stilllebenhaft den umgebenden Dingen zu. Der ruhige Blick aus dem Bild lässt den beobachteten Augenblick zufällig erscheinen und nimmt den Betrachter mit hinein in die Abgeschiedenheit der Situation. Die für Leibl ungewöhnlich pastose Malweise deutet auf den Einfluss Gustave Courbets hin, während die nur wenig später entstandenen Bildnisse der Lina Kirchdorffer und des Carl Schuch der Malerei Édouard Manets näher stehen. »Achtlos und ungerahmt« stand das Künstlerbildnis, eines der schönsten im Werk Leibls, zunächst in dessen Aiblinger Atelier und ging dann in den Besitz Wilhelm Trübners über, der es 1910 an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen verkaufte.