Die Spinnerinnen von Fondi
François-Joseph Navez (1787-1869)

Die Spinnerinnen von Fondi,

1845
Material / Technik / Bildträger
Öl auf Leinwand
Maße des Objekts
147,5 x 186,5 cm
Ausgestellt
Nicht ausgestellt
Referat
19. Jahrhundert
Gattung
Malerei
Inventarnummer
WAF 696
Erwerb
1851 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München
Zitiervorschlag
François-Joseph Navez, Die Spinnerinnen von Fondi, 1845, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München, URL: https://www.sammlung.pinakothek.de/de/artwork/jpxeVW3LJ7 (Zuletzt aktualisiert am 17.12.2021)
Über die Entstehung dieser großen Komposition wird vom Künstler selbst berichtet: »Nachdem ich in Neapel vor dem Portal der Erlöserkirche eine Gruppe von Spinnerinnen gesehen hatte, machte ich aus diesem Motiv dadurch ein Bild, dass ich einen jungen Hirten hinzufügte, der das Schicksal eines in einer Wiege liegenden Kindes voraussagte. Bei der Rückkehr von Neapel unterbrach ich in Fondi. Ich sah neben der Tür der Kapelle eine schöne Frau, die nähte. Um sie waren zwei weitere junge Mädchen. Ich begann eine Skizze zu machen, und als ich gerade beim Zeichnen war, kam der Ehemann in großer Wut herbei, weil ich seine Frau zeichnete. Ich wollte eingreifen, aber ich musste mich zurückziehen. Eine der Frauen sagte mir, dass er mir sonst einen Messerstich versetzen würde. Jedenfalls benutzte ich meine Zeichnung für die Frauengruppe.« In seiner leuchtenden Farbigkeit und harmonischen Figurenkomposition ist das Genre ein charakteristisches Beispiel für die neue Richtung der Malerei des jungen Belgiers, die damals in Deutschland begeistert aufgenommen wurde. Im Jahr seiner Vollendung war es dann sofort auf der Brüsseler Kunstausstellung zu sehen und in Schorns Kunstblatt (1845, S. 400) besprochen.

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