Johann Heinrich Schilbach

Born 1798

Deceased 1851

Genres 19. Jahrhundert

Für den Hoftheatermaler Schilbach war die Landschaftsmalerei neben seiner Arbeit am Theater zeitlebens ein Hauptgebiet seines künstlerischen Schaffens. Mit seinem ausgeprägten Sinn für Lichtwirkung und Atmosphäre löste er sich zugunsten einer unmittelbaren Naturanschauung rasch von den künstlerischen Bindungen an das 18. Jahrhundert. Seit 1812 ging Schilbach in die Lehre bei Johann Georg Primavesi, der ihm neben der Technik der Radierung auch die Grundlagen der Ölmalerei vermittelte. Zusammen mit Künstlerfreunden erkundete er schon früh auf Wanderungen die Umgebung Darmstadts und erstellte zahlreiche Naturstudien. Ein großherzogliches Stipendium ermöglichte ihm im Herbst 1823 die ersehnte Reise nach Italien. Zusammen mit Ernst Fries führte der Weg über München, Tirol, Venedig und Florenz nach Rom, wo er sich für die nächsten fünf Jahre niederließ. Im Frühjahr 1825 ermöglichte ihm der Verkauf eines Gemäldes die Reise nach Neapel. Gemeinsam mit Ludwig Richter, der in seinen Lebenserinnerungen darüber berichtet, sowie Nicolaus Hoff, Ludwig von Maydell und Hans Georg Harder wanderte er über Ariccia, Genzano, Velletri, Cisterna und Terracina nach Gaeta und schließlich über Capua nach Neapel. Von dort unternahmen die Künstler Ausflüge auf den Vesuv, nach Sorrent, Amalfi, Ischia und Capri. Entlang der Küste von Salerno besuchten sie schließlich noch Eboli und Paestum. Von der Neapelreise brachte Schilbach viele Zeichnungen zurück nach Rom, nach denen er zahlreiche Auftragsarbeiten ausführte. Die große Nachfrage erlaubte ihm im folgenden Sommer den Aufenthalt mit Künstlerkollegen in Olevano. Im Frühjahr des Jahres 1828 folgte eine letzte größere Wanderung gemeinsam mit August Wilhelm Julius Ahlborn im Sabinergebirge. Noch im selben Jahr endete Schilbachs Zeit in Italien mit der Berufung zum Hof- und Theatermaler am großherzoglichen Theater in Darmstadt.

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