August Wolf

Born 1842

Deceased 1915

Genres 19. Jahrhundert

Geboren am 20. April 1842 in Weinheim an der Bergstraße, gestorben am 19. Februar 1915 in Venedig. – Wolf absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Goldschmied, bevor er sich an der Kunstschule in Nürnberg und bei Hans Canon in Karlsruhe weiterbildete. 1868 ging er mit einem Stipendium nach Dresden, um in der Gemäldegalerie zu kopieren. 1869 übersiedelte er nach München, wo er über Franz Lenbach mit Schack bekannt wurde. Im Auftrag des Sammlers ging Wolf im Sommer 1870 nach Venedig, um in den Galerien und Kirchen der Stadt für Schack Kopien nach Gemälden alter Meister zu malen. Venedig blieb von da an der Wohnsitz und Lebensmittelpunkt des Künstlers. Er heiratete die Venezianerin Emilia Ferrari, mit der er zwei Söhne hatte, den späteren Maler Theodor Wolf und den späteren Komponisten Ermanno Wolf-Ferrari (1876–1948). Im Gegensatz zu Lenbach, der für Schack in Rom, Florenz und Madrid ausschließlich in Galerien und meist kleinere Formate kopierte, bestand der Auftrag anWolf darin, Hauptwerke in den Kirchen Venedigs zu reproduzieren. Da die Kopien vor Ort und in Originalgröße anzufertigen waren, bedeutete dies eine nicht unerhebliche physische und organisatorische Belastung für den Maler, der er sich jedoch bereitwillig unterzog. In den Jahren bis 1881 entstanden so 41 Kopien hauptsächlich nach venezianischer Malerei des 16. Jahrhunderts für die Sammlung des Grafen Schack. Später war Wolf auch für andere Auftraggeber in Deutschland und Amerika tätig. Neben denKopien hat Wolf auch eigene Bilder gemalt, in denen er Stil und Themen des venezianischen Cinquecento variierte.

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