Ruinen in der Abenddämmerung (Kirchenruine im Wald)

Ruinen in der Abenddämmerung (Kirchenruine im Wald)

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Das Motiv der Ruine ist in der Romantik ein allgemein bekanntes Bildsymbol für die Vergänglichkeit irdischer Werte. Helmut Börsch-Supan stellt einen Katalog der hier von Friedrich verwendeten Symbole auf: »Die Ärmlichkeit der Hütte bedeutet die rasche Vergänglichkeit des Lebens und der Werke des Menschen. Das gilt, was durch die Ruine ausgedrückt wird, auch für die großen Leistungen früherer Epochen. Die beiden Baumstümpfe sind ein Memento mori. Eine absterbende, teilweise ausgehöhlte Eiche als das Symbol einer heidnischen Lebenshaltung neigt sich über die Hütte und droht auf diese herabzustürzen. Im Hintergrund ist der Eiche der Tannenwald als Symbol der gläubigen Christenheit gegenübergestellt. Das kleine Feuer ist ein Sinnbild des Glaubens, der die irdische Dunkelheit erhellt und erwärmt. Der Mond, der noch durch die wohl als Kirchenruine gemeinten Mauerreste verdeckt wird, symbolisiert Christus. Es wird die Vorstellung suggeriert, als steige der Mond bald über der Ruine auf. Dieses Verhältnis von Ruine und Mond dürfte als Kritik an der Kirche zu verstehen sein.« Auch wenn man dem nicht in allen Einzelheiten folgen will, so dürfte doch die Richtung der Interpretation Friedrichs Intention entsprechen.
Displayed
Not on display
Inventory Number
9872
Birth year of the artist
1774
Year the artist deceased
1840
Dimensions of the object
70,5 x 49,7 cm
Material / Technology / Carrier
Öl auf Leinwand
Genre
Malerei
Department
19. Jahrhundert
Origin
1933 im Tausch aus dem Kunsthandel erworben
Stock
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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