Domenico Quaglio

Born 1787

Deceased 1837

Genres 19. Jahrhundert

Domenico war das bedeutendste Mitglied der Künstlerfamilie Quaglio, die ursprünglich aus Oberitalien stammte und mit Kurfürst Carl Theodor von Mannheim nach München übergesiedelt war. Ausgebildet als Kupferstecher und Lithograph konzentrierte sich Domenico Quaglio bald auf die Wiedergabe von mittelalterlichen Baudenkmälern, die er in Druckgraphiken veröffentlichte. Zeitweise als Theatermaler in München tätig und später ab 1833 als Leiter des Wiederaufbaus von Schloss Hohenschwangau wandte er sein gestalterisches Talent vor allem im Rahmen konkreter Aufgabenstellungen an. Auch Quaglios malerisches Werk ist nicht völlig künstlerisch frei aufgefasst, sondern an der Zweckhaftigkeit der Vedute, wie Canaletto sie im 18. Jahrhundert geprägt hatte, orientiert. Seine Ansichten von Landschaften, Städten oder Bauwerken haben immer dokumentarischen Charakter, auch wenn durch die Einführung von Staffagefiguren und durch die Wahl des Bildausschnitts Elemente der romantischen Landschafts- und Genremalerei eingeführt werden. Quaglio hat sich vor allem als gewissenhafter Dokumentar des alten München vor der Umgestaltung durch Ludwig I. einen Namen gemacht. Seine Architekturmalerei ist in mancher Hinsicht dem Werk Eduard Gärtners vergleichbar, der Ähnliches für Berlin leistete.

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