I lock my door upon myself

I lock my door upon myself

Dating
1891
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Fernand Khnopffs meditative Bildvorwürfe sind vielfach der gleichzeitigen symbolistischen Literatur verpflichtet. Dieses zartfarbige, äußerst sensibel gemalte und durchaus irrational komponierte Bild (man beachte das "Bild im Bilde" rechts, das durch die Wand hindurch in eine Art Klosterhof blicken lässt) gründet sich auf das 1864 verfasste Gedicht "Who shall deliver me?" von der Schwester des präraffaelitischen englischen Malers Dante Gabriel Rossetti, Christina Georgina; die siebte Zeile dieses Gedichtes ist zum Bildtitel geworden. Im Entstehungsjahr des Bildes hatte Khnopff England besucht und Rossetti, Edward Burne Jones und George Frederick Watts kennen gelernt. Das Bild enthält zahlreiche Symbole: vorn die Lilien der Reinheit, links auf dem Tisch ein Pfeil - Symbol für Liebe oder Schmerz -, der Mohn als Hinweis auf den Schlaf usw. Der plastische Kopf rechts über dem sinnenden Mädchen gründet sich auf den antiken Hypnos-Kopf im British Museum in London, der auch in anderen Werken des Künstlers erscheint und einer 1897 entstandenen Elfenbeinmaske als Vorbild diente.
Displayed
AP EG Saal IIb
Inventory Number
7921
Birth year of the artist
1858
Year the artist deceased
1921
Dimensions of the object
72,7 x 141,0 cm
Material / Technology / Carrier
Öl auf Leinwand
Genre
Malerei
Department
19. Jahrhundert
Origin
1893 auf der Münchner Jahresausstellung im Glaspalast vom Künstler erworben
Stock
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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