Friedrich Wilhelm von Schadow

Born 1788

Deceased 1862

Genres 19. Jahrhundert

1811 ging der junge Berliner Maler Wilhelm Schadow zusammen mit seinem älteren Bruder, dem Bildhauer Rudolph, mit einem durch Alexander von Humboldt vermittelten Stipendium nach Rom. Dort schlossen sich die Brüder dem Lukasbund um Friedrich Overbeck an. Schadow identifizierte sich so mit den Idealen der Nazarener, dass er zum katholischen Glauben übertrat. Diese Rückkehr zu einer dogmatisch-allumfassenden Interpretation des christlichen Glaubens war Ausdruck der Hinwendung zum mittelalterlichen Ideal der Einheit von Kunst, Religion und Nation. Unter den Zeitgenossen allerdings lösten die Konversionen einzelner Nazarener wie Schadow jedoch heftigen Widerspruch aus. 1819 wurde Schadow als Professor an die Berliner Akademie berufen, und 1826 wurde er als Nachfolger von Peter Cornelius Direktor der Akademie in Düsseldorf. Als einer der ersten Nazarener in einer führenden Position nahm Schadow eine Schlüsselstellung bei der Vermittlung des nazarenischen Gedankengutes an folgende Künstlergenerationen ein. Schadows Malstil war ganz im Sinne des Lukasbundes an den alten Meistern des Quattrocento bzw. der altdeutschen und altniederländischen Malerei orientiert. Seine Werke heben sich aber durch starke Naturtreue und einen ausgeprägten Kolorismus von der eher formalen und linearen Kunst der übrigen Lukasbrüder ab.

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