Die Fermate (Gesellschaft in einer römischen Locanda)

Die Fermate (Gesellschaft in einer römischen Locanda)

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Hummels »Fermate« hatte E.T.A. Hoffmann zu seiner gleichnamigen Erzählung inspiriert, die 1816 erschien und in den ersten Band der »Serapionsbrüder « aufgenommen wurde. Dort ist das Gemälde beschrieben: »Hummels heiteres, lebenskräftiges Bild, die Gesellschaft in einer italienischen Locanda, ist bekannt worden durch die Berliner Kunstausstellung im Herbst 1814, auf der es sich befand. Aug’ und Gemüt gar vieler erlustigend. Eine üppig verwachsene Laube – ein mit Wein und Früchten besetzter Tisch – an demselben zwei italienische Frauen einander gegenübersitzend, – die eine singt, die andere spielt Chitarra – zwischen beiden hinterwärts stehend ein Abbate, der den Musikdirektor macht. Mit aufgehobener battuta passt er auf den Moment, wenn Signora die Kadenz, in der sie mit himmelwärts gerichtetem Blick begriffen, endigen wird in langem Trillo, dann schlägt er nieder, und die Chitarristin greift keck den Dominanten-Akkord. Der Abbate ist voll Bewunderung – voll seligen Genusses – und dabei ängstlich gespannt. Nicht um der Welt willen möchte er den rechten Niederschlag verpassen. Kaum wagt er zu atmen. Jedem Bienchen, jedem Mücklein möchte er Maul und Flügel verbinden, damit nichts sumse. Umsomehr ist ihm der geschäftige Wirt fatal, der den bestellten Wein gerade jetzt im wichtigsten höchsten Moment herbeiträgt.« Dem gegen 1814 gemalten Bild gingen Studien voraus, die Hummel während seines Italienaufenthaltes in den 1790er Jahren angefertigt hatte.
Displayed
Not on display
Inventory Number
9263
Birth year of the artist
1769
Year the artist deceased
1852
Dimensions of the object
90,5 x 101,5 cm
Material / Technology / Carrier
Öl auf Leinwand
Genre
Malerei
Department
19. Jahrhundert
Origin
1925 aus Privatbesitz erworben
Stock
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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