Stephen Shore

Born 1947

Genres 20./21. Jahrhundert

Das zentrale Thema im Werk von Stephen Shore ist die amerikanische Alltagskultur, die er in sachlichen, wirklichkeitsnahen Bildern dokumentiert. Noch als Kind beginnt Shore zu fotografieren. Erste Aufnahmen werden bereits 1961 für die Sammlung des Museum of Modern Art erworben, erst 24jährig stellt er im New Yorker Metropolitan Museum of Art aus. Als Mitarbeiter in Andy Warhols New Yorker Factory gewinnt Shore unmittelbaren Einblick in die amerikanische Pop-Art-Szene, die er auch fotografiert. 1972 unternimmt er seine erste Überlandreise durch die Vereinigten Staaten, die ihn von der Ostküste bis nach Amarillo in Texas führt. Vom Beifahrersitz aus sammelt Shore Eindrücke, die er mit Hilfe einer Kleinbildkamera, einer Rollei 35, festhält: „Es war ein Schock. Ich fand mich in einem öden Niemandsland dieser Erde wieder; dann und wann lief ich draußen herum oder wir rollten auf einer Straße dahin, und plötzlich fiel Licht auf etwas, und für ein paar Minuten war alles verändert.“ In Form eines visuellen Tagebuchs fotografiert Shore das ihm fremde und doch vertraute Land, das sich seinem unvoreingenommenen Blick vor allem in Details erschließt: namenlose Hotelzimmer, kleinstädtische Straßenecken, in die Jahre gekommene Ladeneinrichtungen bis hin zu beliebig wirkenden Gebrauchsgegenständen, wie einem geöffneten Kühlschrank oder einem Grill. Nach seiner Rückkehr im Spätherbst 1972 stellt er eine Auswahl aus der über 200 Bilder umfassenden Serie unter dem Titel American Surfaces in der New York Light Gallery aus. Neben William Eggleston zählt Shore seither zum Vorreiter und profiliertesten Vertreter der künstlerischen Farbfotografie in den 1970er Jahren.

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