Selbstbildnis im Malkittel

Selbstbildnis im Malkittel

Dating
um 1922
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In diesem Selbstbildnis von 1922 stellt sich Max Liebermann als arrivierter Künstler dar, als Teil der Gesellschaft, der sich in seinem Atelier seiner Arbeit widmet. Die Farbskala beschränkt sich auf gebrochenes Weiß, Beige, Hellbraun, Hell- und Mittelgrau. Der Farbauftrag ist stellenweise sehr pastos, mit expressivem, heftigem Pinselduktus. Liebermann begann erst als etwa Fünfzigjähriger, Selbstporträts zu malen. Diese stellen nicht den sich selbst ergründenden Künstler dar, sondern bieten in einer genau definierten Distanz zum Betrachter eine Mischung aus »Selbstbeobachtung und Repräsentation« (Christine Hopfengart). Der Künstler hält einen Moment inne, wendet den Kopf von seiner Malerei ab, um im seitlich von ihm stehenden Spiegel – dessen Position der Betrachter einnimmt – sich eines Details seiner eigenen Erscheinung, das er malen wird, noch einmal zu versichern. Liebermann definiert so den Betrachter als einen Spiegel seiner Kunst, nämlich als Rezipienten seiner Werke.
Displayed
Not on display
Inventory Number
12421
Birth year of the artist
1847
Year the artist deceased
1935
Dimensions of the object
113,5 x 85,2 cm
Material / Technology / Carrier
Öl auf Leinwand
Genre
Malerei
Department
19. Jahrhundert
Origin
1956 aus Privatbesitz erworben
Stock
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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