Die Geburt - Te tamari no atua

Die Geburt - Te tamari no atua

Artist
Paul Gauguin
Dating
1896
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Die Beschriftung lautet übersetzt "Kinder Gottes". Gauguin hat also versehentlich die Mehrzahl verwendet, doch gemeint hat er "Kind Gottes". Er hat sich in diesem Gemälde auf ein sehr persönliches Erlebnis bezogen: Ende des Jahres 1896 hatte das tahitianische Mädchen Pahura, das mit ihm zusammenlebte, ein Kind geboren, welches nach wenigen Tagen starb. Der baldige Tod des Neugeborenen ist in dem Bild durch die "Amme" mit der schwarzen Kappe und den Engel hinter ihr angedeutet. Die "Amme" ähnelt in ihrer Erscheinungsweise sehr stark Darstellungen des Totengeistes auf Tahiti. Das Kind ist hier durch den Tod der Mutter genommen und wird dem Engel übergeben. Die Figur des Engels, das Stallinnere und die Heiligenscheine von Mutter und Kind sind Mittel, um die Darstellung auch mit einem christlichen Sinne zu erfüllen. Diese Anspielung auf die Geburt Christi im Stall zu Bethlehem erklärt sich aber weder durch eine Frömmigkeit des Malers noch durch dessen mögliche Absicht, die Eingeborenen an der christlichen Heilslehre teilhaben zu lassen, sondern es handelt sich hierbei um ein schon bewährtes Mittel der Bedeutungssteigerung, auf das Gauguin mehrfach zurückgegriffen hat. Darin sind ihm zahlreiche Künstler gefolgt, von den "Nabis" bis zu Künstlern der Gegenwart.
Displayed
NP Saal 21
Inventory Number
8652
Birth year of the artist
1848
Year the artist deceased
1903
Dimensions of the object
96,0 x 131,1 cm
Material / Technology / Carrier
Öl auf Rupfen
Genre
Malerei
Department
19. Jahrhundert
Origin
1912 als Schenkung von Eduard Arnhold und Robert von Mendelssohn im Rahmen der Tschudi-Spende erworben
Stock
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München

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