Der Schmadribachfall

Der Schmadribachfall

Dating
1822
More about this artwork
Im "Schmadribachfall" wird Kochs "heroische" Landschaftsauffassung exemplarisch deutlich. Das Bergmassiv mit dem herabstürzenden Wasserfall baut sich eindrucksvoll vor dem Betrachter auf. Menschen finden in dieser hochalpinen Region keinen Lebensraum. Die unbezwingbar scheinende Natur weist keine Spuren von Zivilisation auf und ist kaum erschlossen. Lediglich am Fuß des Berges ist ein Hirte zu sehen, der zwischen einem Wildbach und angechwemmten Totholz der Rauheit der Natur ausgesetzt ist. Nur die schmale Zone am unteren Bildrand scheint überhaupt für Menschen zugänglich zu sein. Der sich darüber erhebende dichte, dunkelgrüne Fichtenwald wirkt abweisend und auch das Felsgestein darüber wird lediglich von einer einzelnen Gemse belebt.

Koch holt durch seine detaillierte, extrem scharfzeichnende Malerei das Bergmassiv ganz nah an den Betrachter heran. Alle drei Bildzonen liegen gleichermaßen dicht an der Bildoberfläche: der Fluss und die Wiese im Tal, der Wald sowie der in einiger Entfernung gelegene schneebedeckte Gipfel. So bekommt die Hochgebirgslandschaft eine starke, fast physisch fühlbare Präsenz, die beim Betrachter den Eindruck des Überwältigtseins hervorruft.
Displayed
AP EG Saal I
Inventory Number
WAF 449
Birth year of the artist
1768
Year the artist deceased
1839
Dimensions of the object
131,8 x 110 cm
Material / Technology / Carrier
Öl auf Leinwand
Genre
Malerei
Department
19. Jahrhundert
Origin
1829 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Stock
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München
Citation
Joseph Anton Koch, Der Schmadribachfall, 1822, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München, URL: https://www.sammlung.pinakothek.de/en/artwork/Znxw3rjxXg (Last updated on 07.11.2019)

You may also be interested in the following works of art: