Pfingstrosen (Päonien)

Pfingstrosen (Päonien)

Dating
1871
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Das Gemälde Anselm Feuerbachs zeigt die überbordende Pracht aufgeblühter Pfingstrosen, die zu einem dichten Strauß zusammengebunden sind. Sieben an der Zahl, werden die Blumen von allen Seiten dargestellt und bieten somit ein gleichermaßen farbliches wie formales Feuerwerk von berückender Schönheit. Vordergründig scheint dem Stillleben zunächst zwar jegliches »memento mori« zu fehlen, die illusionistische Erinnerung an den Verfall alles Sterblichen, die seit den frühesten Beispielen untrennbar mit diesem Genre verbunden ist. So sind von Würmern oder Schnecken angefressene oder dem Verwelken nahe Blätter nicht zu beobachten – ja, wären kaum denkbar in dieser lebensvollen Blüte. Allerdings handelt es sich bei den »Päonien« tatsächlich auch um eine von vier Vorübungen (von denen eine verschollen ist) zum großen »Gastmahl des Plato« (Berlin, Nationalgalerie), die während eines Aufenthaltes in Heidelberg gemalt worden sein sollen. Von keinem Ordnungsfaktor in ihrer »pathetischen Vitalität« (Claude Keisch) gebändigt, zeigen die Pfingstrosen vielmehr das Vermögen Feuerbachs, den dramatischen Gehalt seiner Bilder noch bis ins Detail lebendig durchzugestalten.
Inventory Number
9558
Birth year of the artist
1829
Year the artist deceased
1880
Dimensions of the object
55 x 82,5 cm
Material / Technology / Carrier
Öl auf Leinwand
Genre
Malerei
Department
19. Jahrhundert
Origin
1929 aus dem Kunsthandel erworben
Stock
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München
Citation
Anselm Feuerbach, Pfingstrosen (Päonien), 1871, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München, URL: https://www.sammlung.pinakothek.de/en/artwork/anxg3dKxEq (Last updated on 07.11.2019)

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