Hl. Julian

Hl. Julian

Künstler
Agnolo Gaddi
Datierung
um 1393/96
Mehr über das Werk
Die Tafeln (siehe auch Inv. Nr. 7818, 7818a, 7818b, 7819a und 7819b) stammen vermutlich von einem großen Zweiflügelaltar, der schon wegen seiner außergewöhnlichen Größe zu den herausragenden Leistungen der Florentiner Malerei zählt. Der ehemalige Aufstellungsort ist nicht bekannt. Während der Goldgrund die Figuren noch in die Fläche bindet, suggeriert die weiche Modellierung der Gewänder bereits Plastizität und Räumlichkeit. Die hohe Qualität der Malerei zeigt sich auch in motivischen Details wie den Ornamenten am Saum der Dalmatika des heiligen Nikolaus oder der Venus-pudica-Darstellung am Gürtel des heiligen Julian. Der kniende, nach rechts gewendete Stifter blickte ehemals in Richtung der heute nicht mehr erhaltenen Mitteltafel, auf der sehr wahrscheinlich eine Maria mit Kind dargestellt war. Agnolo war der Sohn Taddeo Gaddis und letzter Vertreter dieser bedeutenden Florentiner Malerdynastie.
Ausgestellt
AP OG Kabinett 1
Inventarnummer
7819
Geburtsjahr des Künstlers
1350
Sterbejahr des Künstlers
1396
Maße des Objekts
199,1 x 68,1 cm
Material / Technik / Bildträger
Pappelholz
Gattung
Malerei
Herkunft
1891 aus Mitteln des Fonds zur Erwerbung älterer Kunstwerke aus florentiner Privatbesitz angekauft
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Alte Pinakothek München
Zitiervorschlag
Agnolo Gaddi, Hl. Julian, um 1393/96, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Alte Pinakothek München, URL: https://www.sammlung.pinakothek.de/de/artwork/XR4M7egLQ1 (Zuletzt aktualisiert am 29.06.2022)

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