Das Märchen vom Aschenbrödel

Das Märchen vom Aschenbrödel

Dating
1854
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In den längsrechteckigen Holzrahmen sind vier hochrechteckige Leinwandbilder eingelassen. In diesen Hauptszenen sind dargestellt: a) Aufbruch der bösen Schwestern zum Ball, b) Aschenbrödel erscheint im königlichen Ballsaal, c) Aschenbrödel wird von der Fee durch die Lüfte entführt, während der Prinz auf der Treppe den Schuh findet, d) Aschenbrödel probiert den Schuh und wird vom Prinzen und vom Volk als Königin begrüßt. Von den in den senkrechten Zwischenstreifen angebrachten Szenen gehören die mittleren, achteckigen Felder zur Aschenbrödelgeschichte, während in den Randbildern unten das Märchen von Dornröschen erzählt ist. Die hochformatigen Felder oben stellen die Geschichte von Amor und Psyche dar. Den heute schwer verständlichen nationalgeschichtlichen Aspekt der aus verschiedenen Märchen und Mythen kombinierten Darstellung deutet Schwind in einem Brief an seinen Freund Eduard von Bauernfeld vom 25. Oktober 1852 an. So habe es u. a. »mit dem letzten kleinen Bildchen folgende Bewandtnis: Eine alte Sage nennt die Fee Perachta (Bertha) als die Königin der Heimchen, die immer das Bild der Vertriebenen sind, in dem Sinn, daß die Deutschen als Ureinwohner von Europa durch Einwanderer aus dem schönen Süden vertrieben sind und die Fee die Rolle der Stammutter spielt«.
Displayed
Not on display
Inventory Number
L 841
Birth year of the artist
1804
Year the artist deceased
1871
Dimensions of the object
152 x 480 cm
Material / Technology / Carrier
Öl auf Leinwand, Holz
Genre
Malerei
Department
19. Jahrhundert
Origin
1966 als Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland erworben
Stock
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München
Citation
Moritz von Schwind, Das Märchen vom Aschenbrödel, 1854, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München, URL: https://www.sammlung.pinakothek.de/en/artwork/gR4k57rLEe (Last updated on 01.10.2020)

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