Elsa Asenijeff
Max Klinger (1857-1920)

Elsa Asenijeff,

um 1900
Material / Technik / Bildträger
Weißer und farbiger Marmor, Opale, Stuck
Maße des Objekts
92 x 47 x 36 cm
Ausgestellt
Nicht ausgestellt
Referat
19. Jahrhundert
Gattung
Plastik
Inventarnummer
B 739
Erwerb
1981 mit Mitteln der Ernst von Siemens Kunststiftung aus Anlass der Eröffnung der Neuen Pinakothek aus Privatbesitz erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München
Zitiervorschlag
Max Klinger, Elsa Asenijeff, um 1900, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München, URL: https://www.sammlung.pinakothek.de/de/artwork/02LAlOpxyk (Zuletzt aktualisiert am 19.06.2023)
Die Schriftstellerin Elsa Asenijeff, geb. Packeny, begegnete Klinger 1898 und war ihm viele Jahre lang Lebensgefährtin und Modell. Aus österreichischem Großbürgertum stammend und zuvor mit einem bulgarischen Diplomaten verheiratet, glänzte sie in der Leipziger Gesellschaft durch Bildung, Eleganz und extravagantes Wesen. Auch über Klingers künstlerisches Schaffen hat sie geschrieben. Aus der Verbindung mit Klinger ging die Tochter Desirée hervor, doch einige Jahre vor des Künstlers Tod trennte sich das Paar. Elsa starb am 5. April 1941 im Alter von 73 Jahren in Bräunsdorf bei Freiberg/Sachsen. Klinger hat Elsa Asenijeff mehrfach porträtiert, aber nur diese eine Skulptur von ihr vollendet, die Julius Vogel, ein enger Freund Klingers, als dessen beste weibliche Porträtbüste bezeichnet hat. Auffassung und Behandlung ähneln der "Salome", die in Leipzig im Museum der bildenden Künste zu sehen ist. Sie besitzt den kindhaften Zug, den Klinger bereits in der Vorzeichnung zur "Salome" einfängt, jener Porträtzeichnung eines Pariser Mädchens, das der Künstler "Das Urbild der neuen Salome" nannte, den Urtypus der triebhaften Weiblichkeit, die an kein Alter gebunden, naturhaft dämonische Macht über den Mann ausübt.