Sebastiansaltar: Martyrium des hl. Sebastian
Hans Holbein d. Ä. (1465-1524)

Sebastiansaltar: Martyrium des hl. Sebastian,

1516
Material / Technik / Bildträger
Lindenholz (Tilia sp.)
Maße des Objekts
153 x 107 cm
Ausgestellt
AP OG Saal II
Gattung
Malerei
Inventarnummer
5352
Erwerb
1808/09 durch Ankauf aus dem Kollegium St. Salvator in Augsburg erworben
Bestand
Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Alte Pinakothek München
Zitiervorschlag
Hans Holbein d. Ä., Sebastiansaltar: Martyrium des hl. Sebastian, 1516, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Alte Pinakothek München, URL: https://www.sammlung.pinakothek.de/de/artwork/ApL8B9M4N2 (Zuletzt aktualisiert am 15.02.2022)
Sebastian, Kohortenführer unter Kaiser Diokletian, wurde als Christenfreund zum Tode verurteilt, an einen Pfahl gebunden und mit Pfeilen beschossen. Er überlebte und prangerte erneut die Christenverfolgung an. Schließlich wurde er erschlagen und sein Leichnam in die Kanalisation Roms geworfen. Dies ist im Hintergrund der Mitteltafel dargestellt, deren Landschaft sich auf den Flügeln fortsetzt. Hier sieht man in antikischen Nischen die heiligen Barbara und Elisabeth. Alle drei Heiligen wurden als Fürbitter gegen Krankheit bzw. für den ›Guten Tod‹ angerufen, Sebastian speziell als Pestpatron. Souverän vollzieht Holbein den Wechsel zu Stilmitteln und Motiven der Renaissance: nahsichtige große Figuren, antikisches Ornament, aufgehelltes Kolorit. Der Bestimmungsort des Flügelaltars ist ungeklärt.

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